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Valentinsnacht - Roman, Nagel & Kimche Verlag, Zürich 2006, 188 Seiten, 17,90 €
Es sind alte, aber faszinierende und immer wieder neu gestellte Fragen: Ist es der Zufall, der unser Leben und seinen Verlauf bestimmt? Oder folgt unsere Existenz einem Plan, der längst
festgeschrieben ist, den wir aber nicht entschlüsseln können? Doris Plöschberger, Tages-Anzeiger, Zürich
Wenn alles gut geht (und warum sollte nicht alles gut gehen?) dauert eine Schwangerschaft neun Monate. Deshalb hat der mit seinen Romanfiguren ebenso ironisch wie liebevoll umgehende
Huonder für “Valentinsnacht” neun Kapitel gefunden. Von der Zeugung im Juni bis zur Geburt des Kindes im Februar begleitet der Erzähler seine beiden Traumtänzer durch die Irrungen und Wirrungen ihrer Gefühlswelt,
die plötzlich nicht mehr von Wetterkapriolen und Filmsequenzen beherrscht wird, sondern davon, ob die Mittdreißiger eine klare Haltung finden können zu ganz existenziellen Fragen. Wie wollen wir leben in den Zeiten
des extremen Individualismus, neuer Unübersichtlichkeit und des internationalen Terrors? Frank Dietschreit, Märkische Allgemeine Zeitung
Der [...] Wahlberliner Silvio Huonder demonstriert in seinem dritten, sehr zeitgenössischen Roman erneut kaltes Blut und formale Könnerschaft. Lakonisch und mit szenischem Witz
beschreibt er die bequeme Unverbindlichkeit der Enddreißiger, die durch einen natürlichen Vorgang in ihren Grundfesten erschüttert wird. Kathrin Hillgruber, Kulturspiegel
Huonder erzählt seine Geschichte mit grosser Leichtigkeit und Präzision, mit einer sicheren Hand für überraschende Schnitte. Martin Zingg, Neue Zürcher Zeitung
Ein hervorragender Roman. Thomas Kraft, Hannoversche Allgemeine Zeitung
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